Du hast einen Roman geschrieben? Es trotz wundgetippter Finger und dem (sicherlich) ein oder anderen Nervenzusammenbruch durchgezogen? Du hast dem glorreichen Anfang ein episches Ende gesetzt? Stößchen! Lasst die Sektkorken knallen. Die gute Nachricht? Du bist ein echter Kämpfer, denn die meisten ersten Romane, die angefangen werden, finden niemals ein Ende. Also Hut ab!

Die schlechte Nachricht? Da kommt jetzt ganz neuer HORROR auf dich zu, denn die harte Wahrheit ist; niemand juckt's. Zumindest am Anfang. Freunde, Mitbewohner und Familienangehörige können das Thema "Mein Roman" sicher nicht mehr hören und machen sich schnell aus dem Staub, wenn sie dich mit dem Manuskript in der Hand herumtigern sehen, auf der Suche nach einem Opfer, äh, ich meine natürlich Leser*in. Nun, okay, deine Mama hat deine Geschichte sicher gelesen, aber jetzt mal ehrlich - Mama ist toll, aber hier nicht gerade die beste Kritikerin. Die liebt deine Geschichte aus Prinzip. Hoffentlich. 

Was also mit deinen 400 Seiten anfangen? Klar, du könntest sie direkt an eine Agentur senden, oder an einen Verlag, aber auch hier gibt es wieder eine bittere Wahrheit; unverlangte Manuskripte haben es schwer. Vor allem im Bereich Fantasy muss man sich als Neuling einen Namen machen, denn dieses Genre wird von großen Namen beherrscht. Der deutsche "Fantasymarkt" ist zwar im Aufschwung, aber man kämpft immer noch um die Aufmerksamkeit einer viel kleineren Leserschaft, als es im englischsprachigen Raum der Fall ist.

Deine Geschichte verwandelt sich leider nicht durch ein Fingerschnippen auf magische Weise zu einem fertigen Buch, mit einem Cover schick wie nix, traumhaft im Schaufenster deiner Lieblingsbuchhandlung im Kiez ausgestellt. Bis dahin dauert es noch eine ganze Weile. Denn wenn du dich für den traditionellen Weg über einen Verlag entscheidest, brauchst du eine Sache von Anfang an: GEDULD. Verdammt. Viel. Geduld. Was sich neben der endlosen Geduld ebenfalls empfiehlt, und worum es in diesem Artikel geht, sind sogenannte Testleser*innen & Betaleser*innen. Die nehmen sich dein Werk zur Brust und prüfen es auf Herz und Nieren, bevor du es als Manuskript hinaus in die weite Welt schickst.


Was machen Testleser*innen & Betaleser*innen eigentlich?

Sich als Test-/Betaleser*in zur Verfügung zu stellen macht viel Spaß, ist aber auch eine Menge Arbeit. Gerade als neuer Autor musst du daher ziemlich sicher etwas länger nach Leuten suchen, die dich unterstützen und anfeuern. Das ist normal und auch überhaupt nicht persönlich gemeint - sondern liegt einfach daran, dass man dich noch nicht kennt.

Die meisten Testleser*innen bieten ihre Dienste völlig Privat und unentgeltlich an. Die setzen sich nach der Arbeit, neben dem eigenen Roman oder dem Studium in ihrer Freizeit hin und investieren viel Mühe in dein Werk. Du als Autor bist deinem Werk "zu nahe". Du hast einen gewissen Tunnelblick für deine eigene Geschichte, daher tut ein frisches Augenpaar gut. Besonders beim ersten Roman unterschätzt man seine eigene Blindheit gerne. Viele Testleser*innen und Betaleser*innen prüfen dein Werk nach den hier aufgeführten Punkten auf der To-Do-Liste. Oft entstehen beim Schreiben kleine Logikfehler, ein Name wurde verwechselt, die Dialoge wirken hölzern. Rechtschreibung und Grammatik spielen einem auch gerne Streiche.

Zeige deine Wertschätzung für deine "Testleser", in dem du höflich bist, nicht drängelst - und bitte vergiss nicht dein "Team" in der Danksagung deines Romans zu erwähnen. Auch eine Verlinkung über soziale Medien & Homepage wird gerne geschätzt. Oder ein Kasten Bier. Hust.


Vorraussetzungen für eine Zusammenarbeit

Da ich weiß, wie "horrormäßig" die scheinbar verzweifelte Suche nach Test-/Betaleser*innen sein kann, biete ich mich bei Bedarf gerne an. Ich habe Erfahrung mit dem Buchmarkt und dem Lektorat. Ich absolviere aktuell ein "Kreatives Schreiben"-Fernstudium und bin lesesüchtig. Da ich nebenbei selbst Bücher schreibe und Vollzeit arbeite, kann es mal vorkommen, dass ich wegen einer Deadline kurz als Test-/Betaleser pausieren muss, aber darüber wirst du früh genug informiert. Kosten tut es natürlich nüscht. Ich lese NUR folgende Genres:

FANTASY  HORROR SCIENCE-FICTION

Wenn du Lust hast, dass ich dein Wunderwerk "testlese", dann schicke mir bitte alle benötigten Informationen zu. Wichtig ist eine ausführliche Inhaltsangabe, damit ich sehen kann, ob dein Werk bei mir richtig ist - oder ob es in anderen Händen besser aufgehoben wäre. Wenn mich die Inhaltsangabe anspricht, melde ich mich binnen weniger Tage bei dir und erbitte eine Leseprobe von 30 Seiten. Ich führe dann ein Probelauf durch, damit wir von beiden Seiten die Chemie austesten können und du weißt, wie ich arbeite.

Alles weitere besprechen wir dann "janz in Ruhe" via E-Mail :)

Ich freu mich auf deine Geschichte!













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